Goldkappl

Gschnitz (Nordtirol) - Goldkappl - Westgrat (III)

Zustieg

Vom Parkplatz Feuerstein in Gschnitz zum Sandesjoch in ca. 3 - 4 Stunden. Mit dem Fahrrad kann man auch ein wenig Meter machen.
Von Hütten in der Nähe des Sandesjoch ca. 1 Stunde zum Einstieg.

Blick von der Strasse in Richtung Österreichische Tribulaunhütte. Links Pflerscher Tribulaun - rechts Goldkappl (beide in der Sonne) dazwischen Mühlsteiger-, Jud- und Fleckingerturm.

Dem Berg schon näher. Bestes Wetter!

Einstiegsvarianten: Rinne oder Lokomotive?

Eine Einstiegsavariante direkt vom Sandesjoch (rechts im Bild). Gleich zu Beginn ein kurzer Anstieg mit einem schönen Riss. Wenn man weiter die Lokomotive quert kommt man zu einem Standplatz. Dieser ist ident mit der Einstiegsvariante über Rinne. (Bildmitte).

Im Mittelteil - einmal gute Sicht ...

Manchmal sieht man eine Schlinge als Wegweiser. Das hilft schon gut weiter, wenn man den leichtesten Weg nicht kennt.

Im Mittelteil - einmal weniger gute Sicht ...

Die Türme können umgangen werden. Ansonsten nehmen die Schwierigkeiten zu.

Umgehung letzter Turm über Süden oder Übersteigung?

Der letzte Turm kann leichter südlich umgangen werden.
Dieses Bild zeigt die Westseite des Turms, von der man sich nach Aufstieg (als Variante ca. UIAA IV) abseilt.

Abstieg und Sanierung

Das Abseilen nimmt mehr Zeit in Anspruch als man glaubt. Vermutlich wird kaum jemand gerne über die Südrinne abseilen. Als bessere Möglichkeit sehen die meisten Bergsteiger den Westgrat. 


Stand 2015 - Juli: Mittlerweile wurde der Westgrad auch als Abseilmöglichkeit mit Standplatzketten eingerichtet. Ob die Stände wieder demontiert werden, steht in den Sternen.
Ansonsten eignen sich einige Köpfln, wenn man genug Material mitbringt. Oder man steigt einfach den Grat wieder ab.

 

Freude und Freunde am Berg

Jeder erlebt den Berg sehr subjektiv. Für den einen sind solche Bergfahrten eine Herausforderung, für den anderen ist der Anstieg über den Westgrad ein Nachmittagsspaziergang im Alleingang. Alpine Erfahrung ist trotz der sanften Sanierung für eine Seilschaft Grundvoraussetzung.

Eine gewisse Ernsthaftigkeit bleibt allemal. So wie der Steinbock hier bei bestem Wetter fotografiert wurde, sollte das Wetter bei dieser Unternehmung andauern. Ist der Steinbock dem Bergsteiger nicht gut gesinnt, stösst er Steine zu Dir herunter. Das hat er sich vermutlich von den umringenden Gschnitzer Bergen abgeschaut.

TOPO gibt es nicht und braucht es auch nicht wirklich. Normale alpine Ausrüstung, ein wenig Gefühl für Bruch (stellenweise) und ausreichend Motivation sorgen für ein unvergessliches Erlebnis.

Hat man wenig Erfahrung mit der mobilen Absicherung in diesen Bergen sucht man besser einen ansässigen Bergführer.

BERG HEIL!